Neubau oder nicht?

Wie wir im vorletzten Beitrag schrieben, begann unser Abenteuer „Hausneubau“ mit der Realisierung, dass die Renovierung, Sanierung, Modernisierung und der Anbau an unser kleines Häuschen von 1960 extrem hohe Kosten aufgeworfen hätten, für die wir schon einen großen Teil des Neubaus hätten finanzieren können. Daraus entstand dann schnell der Entschluss, dass wir es wagen wollen, den Neubau.

Doch wie eigentlich?

Als erstes mussten wir uns darüber Gedanken machen, ob wir unser Grundstück mit dem alten Haus behalten oder nach neuen Grundstücken suchen wollten. Diese Entscheidung fiel uns nicht schwer. Unsere 1000 qm sind traumhaft gelegen und bereits grün bewachsen mit Blumen, Pflanzen und einigen großen Obstbäumen. In keinem uns in der Nähe bekannten Neubaugebiet hätten wir so etwas bekommen, vor allem nicht diese Größe. Typischerweise lagen die Grundstücke in den Neubaugebieten in und um Neumünster bei 450 – 650 qm. Die Auswahl an „alten“ Grundstücken in unserer Region ist zudem begrenzt, die meisten haben einen Altbestand wie bei uns. Das Resultat: unser Grundstück bleibt!

Die nächste Frage war schwieriger: Wie genau fängt man an, ein neues Haus zu planen?

Klar denkt man zuerst an die richtige Baufirma, aber das ist nicht der erste Schritt für uns gewesen. Der erste Schritt war erstmal überhaupt zu wissen bzw. zu überlegen, was für einen Haustyp wir haben möchten. Erst dann kann die Größe, der Platzbedarf, die Zimmeranzahl usw. ungefähr berechnet werden. Damit kann eine Baufirma dann Preise und Vorschläge vorgeben. Es hilft natürlich, so spezifisch wie möglich vorzugehen, idealerweise mit einem bereits vorgefertigten Grundrissplan und ein paar Fotos von ähnlichen Haustypen.

Der „richtige“ Grundriss

Problem Nummer eins: Wie kommen wir an den richtigen Grundriss? Normalerweise – wenn keiner der Partner in der Bau- oder Planungsbranche ist – hat Otto Normalverbraucher keine Ahnung, wie man einen Grundriss plant und zeichnet. Das ging uns ähnlich. Allerdings hatten wir einen kleinen Vorteil: Mein Vater ist seit seiner Jugend begeisterter Hobby-Grundrisszeichner und betont auch jedesmal, dass er gerne Architektur studiert hätte, wenn er nicht Lehrer geworden wäre… Wie dem auch sei… Der Aushilfsarchitekt konnte mir also schone erste Tipps und Ideen für mögliche Grundrisse unseres neuen Hauses geben.

Eine Alternative – und mit Sicherheit der Weg den viele junge, zukünftige Bauherren gehen – ist sich bei den Unmengen an Baufirmen online nach einem ungefähr passenden Grundriss umzuschauen. Man wird hier sicher fündig, sagten uns viele. Wir hatten damit allerdings einige Schwierigkeiten, denn es gab Vorgaben, auf die wir achten wollten:

  1. Unser Haus entspricht von der Größe und vom geplanten Preis her eher einer 4-köpfigen Familie, wir allerdings planen für 5 Leute, sprich 3 Kinder (+ 1 Gästezimmer). Das sind viele Zimmer.
  2. Unser Grundstück ist recht schmal, dafür lang. Der Sonneneinfall ist nicht ideal, da die Straßenseite gen Süden zeigt. Darum fielen viele Hausformen, die eigentlich gut in die Planung gepasst hätten, durch ihre Außenmaße weg.
  3. Wir wohnen in einem alten Gebiet, für das es keinen B-Plan gibt, d.h. es gibt keinerlei bauliche Vorschriften außer §34 aus dem Baugesetz, sprich „an die Umgebung/Nachbarschaft“ halten. Das bedeutet in unserem Fall: keine zweistöckigen Stadtvillen, praktisch keinerlei zweistöckige Bauweise, hauptsächlich Satteldach. Zum Glück waren wir hinsichtlich Form, Abstand zur Straße, Baufenster, Außenfarben, etc. nicht sonderlich eingeschränkt.

Diesen drei Vorgaben fielen viele online gefundene Grundrisse zum Opfer, denn oft hatten die von der Größe passenden ein Zimmer zu wenig und die mit genügend Zimmern passten von der Größe (und vom Preis) her nicht.

Unsere Lösung: Wir versuchen, den Grundriss selbst zu zeichnen. Klingt einfach, oder?

Im nächsten Teil geht es weiter mit der Hausbauweise.

 

| Bild: Pixabay

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